Vorstellung des Bildnerischen Zweiges

Der Unterrichtsgegenstand „Bildnerische Erziehung“ erschließt Zugänge zu allen ästhetisch begründeten Phänomenen unserer visuellen und haptischen Lebenswelt.

Die Inhalte beziehen sich auf die Sachbereiche bildende und angewandte Kunst, visuelle Medien und Umweltgestaltung wie Grafik, Malerei, Plastik, Architektur, Design, Fotografie, Film und Video, digitale Medien, Computerkunst, Informationsdesign sowie alltagsästhetische Erscheinungen und Objekte.

BILDNERISCHES GESTALTEN UND WERKERZIEHUNG (BGW)

Im gemeinsamen werktechnischen Bereich sollen die Schülerinnen und Schüler:

  • Sich praktisch und reflektorisch mit Produkten, die ästhetisch, technisch bzw. textil geprägt erkennen, dass „Textiles und Technisches“ sowie Kunstobjekte wesentliche Teile der Gesamtkultur sind.

  • Klassische und zeitgenössische Designvorstellungen in ihrer sozio-kulturellen Einbettung kennen lernen und technische Entstehungs- und Verwendungszusammenhänge als Vorgänge im Rahmen gesellschaftliche geprägten menschlichen Handelns verstehen. 

  • Ihre Wahrnehmung sensibilisieren und Designqualitäten und Problemstellungen erkennen und analysieren.

  • Bewussten Umgang und kritische Auseinandersetzung mit den Gegenständen der alltäglichen Umwelt im Hinblick auf ihren Funktions-, Gebrauchs- und Symbolwert lernen und Einblicke in die Bedeutung ökonomischer und ökologischer Aspekte gewinnen.

  • Eigene Gestaltungsideen und Formvorstellungen entwickeln. 

  • Probleme der Produktgestaltung erkennen und in Entwurfs-, Planungs- und Arbeitsprozessen Wege zu ihrer Lösung finden. 

  • Erfahrungen im Erleben des bewussten Vollzugs der Realisierung eines Werkstücks von derIidee über Konzepte und Entwürfe von Lösungsvarianten bis zur Verwirklichung des Produkts gewinnen.

  • In Werkpräsentationen ihre Leistungen darstellen lernen und Feedback und Reflexion erfahren können.

  • Das räumliche Vorstellungsvermögen durch Ideenskizzen, Plan- und Werkzeichnungen Schnitt und Entwurfszeichnungen trainieren und diese regelgebundenen Darstellungsformen als verbindliches Planungs- und Kommunikationsmittel nutzen lernen.

  • Arbeitsmittel wie Werkzeuge und Geräte, Werkstoffe und Materialien sowie Arbeitsverfahren fachgerecht und ökonomisch einsetzen können und so die zur Herstellung textiler oder technischer Produkte nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten entwickeln und festigen.

  • Selbstkompetenz und Teamfähigkeit im Planen und Durchführen von Arbeitsschritten und Arbeitsabläufen erwerben.

  • Sich mit den eigenen Wünschen, Interessen, Fähigkeiten, Vorstellungen und Erwartungen auseinandersetzen.

  • Die persönlich schöpferisch und handwerklichen Fähigkeiten – in Form eines kontinuierlichen, lebensbegleitenden Prozesses – entwickeln und pflegen.

BILDNERISCHES GESTALTEN

Die Schülerinnen und Schüler sollen:

  • durch vielfältige Darstellungs- und Gestaltungsaufgaben im Bereich der Grafik, Malerei, Plastik und visuelle Medien ihre Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit im Visuellen und Haptischen bereichern, ihre Vorstellungsvermögen steigern und eine persönliche, differenzierte Bildsprache entwickeln.

  • in der bildnerischen Auseinandersetzung mit der Natur und mit Objekten aus der Lebensumwelt Sachverhalte beobachten, sich in formale Beziehungsgefüge einfühlen und aus sinnlicher Anschauung rationale Erkenntnisse entwickeln können.

  • Studien vor dem Objekt als Möglichkeit der Erschließung, Interpretation und Dokumentation von Realität erfahren sowie den Formenreichtum der Natur als Inspirationsquelle nutzen lernen.

  • in der Auseinandersetzung mit Anliegen und Technik der bildenden und angewandten Kunst sowie der visuellen Medien Anregungen für eigene Gestaltungen gewinnen.

  • sich mit dem eigenen Lebensraum im Bereich Architektur und Design konstruktiv gestaltend auseinandersetzen.

  • Abbildungs- und darstellungsverfahren zum Klären eigener Vorstellungen und Ideen verwenden, als Hilfe für Einsichten in formale Zusammenhänge erkennen und als Möglichkeit zur anschaulichen Vermittlung von sachlichen Gegebenheiten nutzen können sowie beim Erschließen, Darstellen und Dokumentieren technischer, baulicher und räumlicher Gegebenheiten von Architektur- oder Designobjekten einsetzen können.

  • Material, Verfahren, experimentelle Vorgangsweisen und Gestaltungmittel zielgerecht einsetzen können.

  • Vorstellungen und Sachverhalte, räumliche Zusammenhänge darstellen können.

  • Inhalte materialgerecht und mediengerecht vermitteln können.

  • Schrift in vielfältigen funktionellen angewandten Zusammenhängen gestaltend einsetzen können und Gestaltungsfähigkeiten in den Bereichen Layout und Informationsdesign erwerben.

  • traditionelle und neue Medien der Informations- und Kommunikationstechnologie fachadäquat und zielorientiert anwenden können.

  • umfangreiche Arbeitsprozesse planen und durchführen können.

  • im Lauf der 7. und 8. Klasse einen selbst gewählten bildnerischen Schwerpunkt mit reflektierendem Anteil setzen..

  • mit Erscheinungen der visuellen Massenmedien bewusst und verantwortungsvoll umgehen lernen.

  • Einblicke in die Nutzungsmöglichkeiten verschiedener Einrichtungen und Medien der Kunstvermittlung, wie Museen, Sammlungen, Galerien, Ausstellungen, Fachliteratur, gewinnen

DOKUMENTATION UND PRÄSENTATION

Die Schülerinnen und Schüler sollen:

  • sowohl Ergebnisse ihrer praktischen Arbeit als auch theoretisch-reflektorische Auseinandersetzungen in repräsentativer und exemplarischer Form zusammenstellen, um persönliche Leistungen und Entwicklungen adäquat dokumentieren zu lernen.

  • unterschiedliche Formen der Präsentation ihrer Arbeit für sich und in der Gruppe durchführen können.

  • ästhetische Phänomene analysieren, strukturieren und interpretieren sowie anschaulich und sprachlich kompetent darbieten können.

REFLEXION

Die Schülerinnen und Schüler sollen:

  • ihre eigenen Gestaltungsabsichten und Arbeitsergebnisse reflektieren und darüber kommunizieren können .

  • Aufgabenfelder, Erscheinungsformen, zeitbedingte Besonderheiten und Entwicklungslinien der bildenden und angewendeten Kunst, der Architektur sowie der visuellen Medien kennen und in diesen Zusammenhang  bedeutende Werke und Künstlerpersönlichkeiten einordnen können.

  • Einsichten in alltagsästhetische Phänomene insbesondere im Bereich Architektur und Design gewinnen.

  • erkennen, dass Kunstwerke und ihre Gestaltung durch das Zusammenwirken vieler Faktoren, wie gesellschaftlicher Hintergrund, Gestaltungsanlass, Auftraggeber bzw. Auftraggeberin, Technologie, Material, Künstlerpersönlichkeit, bestimmt werden.

  • bildnerische Mittel in ihrer Wirkung erkennen, als Träger von Inhalt und Aussage interpretieren und im Hinblick auf ihre lokalen und zeitbedingten Besonderheiten erläutern können.

  • die Wirkung der bildnerischen Mittel im Hinblick auf den Realitätsgehalt medial vermittelter Botschaften erkennen können.

  • mit Erscheinungen der visuellen Massenmedien bewusst und verantwortungsvoll umgehen lernen.

  • Einblicke in die Nutzungsmöglichkeiten verschiedener Einrichtungen und Meiden der Kunstvermittlung, wie Museen, Sammlungen, Galerien, Ausstellungen, Fachliteratur, gewinnen.